Kreuzwege 17

„In Vvardenfell gab es etliche,“ fügte Iareth etwas düster an. „Und nein, ich hab nie eine von innen gesehen. Ich war auch nie auf Vvardenfell. Ich komme aus den Bergen im Süden Morrowinds. Ich glaube, da gab es auch Dwemer Ruinen aber wenn sie keine militärische Bedeutung hatten, haben wir sie nicht beachtet. In meiner Zeit in Morrowind gab es wenig Sinn für andere Dinge als den Krieg.“ Er machte eine Pause und trank noch einen Schluck Wein. „Ich weiß nicht viel über die Dwemer. In den Erzählungen die ich kenne kamen sie nicht besonders gut weg. Ich hab gehört sie waren sehr klug und große Magier aber auch grausame Unterdrücker und feinde der Chimer. Warum interessierst du dich dafür? Sind es magische Studien?“

„Bis zum Krieg des ersten Hauses waren sie Alliierte und dann sind die Dwemer verschwunden. Puff, einfach weg“, auch Cyrus nahm einen tiefen Schluck aus dem Kelch, er wischte sich den Mund ab und schenkte allen nach.

„Das ist so lange her, inzwischen kann man doch Legende nicht von Wahrheit unterscheiden“, warf Martha ein.

„Nicht bis man ihre Hinterlassenschaften sieht. Epochen sind vergangen, aber ihre mechanischen Wunder funktionieren bis heute. Geh nach Markarth in den Palast und bewundere die Wasserdampfrohre, die über Räder mit Zähnen angetriebenen Tore, man munkelt das in den unterirdischen Gängen noch Zenturio Spinnen umherhuschen. Die Deichseln unserer Wagen zerfallen dagegen nach einer Dekade. Lächerlich.“

„Ich war schon in Markarth. Das fand ich gar nicht beeindrucken. Ein steinerner Sarkophag. Pompös und schrecklich.“

„Ja, du magst es militärisch einfach“, Cyrus lachte.

„Nein, überhaupt nicht. Elegant, es muss eine zeitlose Schönheit haben. Sie kann einfach sein, muss es aber nicht. Auf jeden Fall nicht Steinquader groß und größer und armdicke Bronzegitter überall. Was für eine Obsession ist das bitte schön.“

„Ihre Errungenschaften sind für die Ewigkeit bestimmt. Aber sie selber verschwanden wie der Schnee vom letzten Winter“, erwiderte Cyrus nachdenklich. „Ich bin auf der Suche nach dem Geheimnis ihrer Goleme. Das interessiert mich an ihnen.“, sagte er wieder an Iareth gerichtet.

Iareth sah den Rothwardonen schräg an. „Golems?“, fragte er skeptisch. „Meinst du man könnte noch alte Waffen von ihnen ausbuddeln wenn man nur tief genug gräbt?“ Er hatte zwar Geschichten gehört, von alten Ruinen in denen immer noch die Diener der Dwemer Wache halten, aber geglaubt hatte er sie nicht. Auch jetzt war er sehr skeptisch, doch er mochte den Rothwardonen und wollte ihn nicht beleidigen. „Glaubst du man könnte die Waffen der Dwemer benutzen lernen, wenn man sie einmal findet?“

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