Kreuzwege 46

Iareth sah Cyrus an, die Augen etwas zusammen gekniffen, als würde er ins Licht schauen. Dann unweigerlich und ohne das er es unterdrücken konnte musste er auflachen. Es dauerte nur einen kurzen Moment und schnell fing er sich wieder.

„Tut mir Leid, Cyrus, ich dachte nur… es ist nur so, dass wir gestern, als wir uns erstmals sahen, du erinnerst dich, ich derjenige war, der in Unannehmlichkeiten verwickelt wurde. Und ich kam auch hier her, in dem Glauben, dass ich mich in Zukunft in Unannehmlichkeiten verwickeln würde und zwar für deine Sache. Also, so herum wie du hab ich es einfach nie betrachtet.“ Er lächelte wieder, aber in seiner Miene lag kein Spott. „Ich habe seit vielen Jahrzehnten das Leben eines Wanderarbeiters geführt. Meine Rückkehr, zu einem Leben wie du es mir anbietest, bedeutet für mich, wie soll ich sagen, an alte Gewohnheiten anknüpfen. Ich kann es dir nicht erklären. Ich kenne dich noch nicht und du mich nicht. Stell dir vor, du hättest vor einem Lebensalter eine Leidenschaft abgelegt und nun hättest du entschieden, es sei an der Zeit sie wieder aufzugreifen und dann kannst du dir vielleicht vorstellen, warum ich hier so verwirrt vor dir stehe und so erwartungsvoll…“

Iareth redete schnell und Leidenschaftlich, seine vorige Unentschlossenheit und Unsicherheit schien wie weggewischt. Nun blickte er nur, wie ein aufgeregter Knabe vor einem tollen Streich.

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