Schatzjäger 45

„Ja,“ sagte Iareth langsam und sah den Menschen aufmerksam an, „du liegst ganz richtig. Aber, natürlich hätte ich einen anderen Weg gehen können. Oder vielleicht auch nicht. Sucht man sich aus ein dummer, junger Elf voll Tatendrang und Kriegsgeschichten im Kopf zu sein? Es stand mir nicht frei ohne Krieg aufzuwachsen oder unberührt von Gewalt zu bleiben. Ich habe damals getan was ich für klug und rechtschaffend hielt. Ich habe daran geglaubt, dass kämpfen das einzige ist, was ich tun darf… Ach, nun ja, ich denke, ich bin nicht der erste und werde auch nicht der letzte sein, der als junger Mann in den Krieg zieht und dann überrascht ist von all den geraubten Illusionen.“ Iareth hielt an und sah sich um. „Ich glaube wir sollten umkehren, es wird nicht mehr so lange hell sein und es wäre schön das Lager nicht im dunkeln aufzubauen.“

Die beiden kehrten um. Eine tiefe Sonne ließ das erste Herbstlaub gelb leuchten und wären sie aus einem anderen Grund in diesem Tal gewesen, dann hätten sie womöglich ein paar Worte über dessen Schönheit verloren. So gingen sie schweigend hintereinander drein, ihr erster Ausflug hatte nicht viel gebracht.

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