Schatzjäger 66

Iareth zögerte einen kleinen Moment. Er hatte Cyrus noch nicht gesehen und wusste nicht was das Geschrei des Beschwörers zu bedeuten hatte. Als er begriff, dass ihr Plan zur Ausführung kam packte er sein Schwert und wandte sich zu den beiden Beschwörern um, die am nächsten bei ihm standen. Er zog die Klinge nicht aus der Scheide, denn bei allem, was diese Menschen vermutlich getan hatten und tun würden, kam es ihm doch grausam vor sie einfach mit dem blanken Schwert niederzustrecken. Als er jedoch den Ausdruck auf dem Gesicht sah, dem er jetzt entgegenblickte schwand seine Skrupel rasch, doch er hatte keine Zeit seinen Fehler zu korrigieren. Der verängstigte junge Mann, der so erschreckend die Temperamente gewechselt hatte war schon beinahe bei ihm und aus seinen Augen sprach der nackte Wahnsinn. Mit in Verzückung verzogenem Lächeln schwang er ein blutiges Messer in der Hand und Iareth konnte gerade noch sein Schwert heben, um den ersten und gewiss tödlichen Stoß auf seinen Hals zu verhindern. Iareth trat ihm in den Bauch, um etwas Abstand zwischen sie zu bekommen. Der Mann fiel beinahe hin, schien den Schlag ansonsten jedoch kaum zu bemerken, rappelte sich auf und schoss erneut auf ihn zu. Wie ein wildgewordenes Tier stach er auf Iareth ein, der die Stiche immer wieder mit beiden Händen an seiner Schwertscheide parierte. Endlich hatte er etwas Platz und stieß dem Beschwörer den Knauf seines Schwerts hart an den Kopf. Dieser taumelte zurück und schien einen Moment verwirrt, dann klärte sich sein Blick, der Wahnsinn wich dem Ausdruck taktischer Überlegung. Der Beschwörer machte einen Schritt zurück und begann mit der rechten Hand magische Energie zu bündeln. Iareth nutzte die Gelegenheit und zog seine Klinge, während der Magier die Hand auf ihn richtete und einen Strahl dunkelroten Lichts abschoss. Iareth warf sich zu Boden und der Zauber flog hinter ihn ins Leere. Er sah auf und merkte, dass sein Gegner sich weiter zurück zog und nun einen Toten beschwor, der jetzt schützend zwischen ihm und seinem Gegner zum stehen kam. Iareth schnellte vor, solange der Zombie da stand würde er ihm als Schutz vor weiteren Zaubern dienen. Er schwang sein Schwert über die Seite und teilte den Untoten in zwei, dann sprang er vor und kam vor dem Beschwörer zu stehen, der zurück stolperte und versuchte einen weiteren Zauber zu entfesseln. Iareth trat vor ihn und hob drohend den Säbel in die Höhe, die Magie des Zauberers verpuffte und er hob schützend die Hände über den Kopf von der eine noch das Messer hielt. Iareth sah den verängstigten Blick seines Gegners und zögerte, doch im nächsten Moment zuckten dessen Gesichtszüge und der bekannte Wahnsinnige Ausdruck trat wieder in dessen Augen. Iareth hatte genug gelernt in den vergangenen Sekunden, um zu wissen was folgen würde. Er wartete nicht, bis sein Gegenüber die Hände sinken ließ sondern hieb ihm mit der stumpfen Seite seines Säbels gegen den Kopf. Der Beschwörer brach zusammen, ließ das Messer fallen und hielt sich wimmernd den Schädel. Iareth wirbelte herum und versuchte aus zu machen wie ihr Kampf ansonsten verlief. Er sah Sagit, der offenbar mit Erfolg den geblendeten Anführer zu Boden drückte und sah sich nach der Frau um, die vorhin bei ihnen am Feuer gestanden hatte.

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