Schatzjäger 82

Auch Iareth musterte den Fremden eingehend. Während Cyrus und Sagit ihre Scherze machten, wurde ihm mulmig. Der Mann stand so demonstrativ auf dem Weg, es kam ihm gerade zu vor wie eine Herausforderung. Sie waren hier im Nirgendwo und zu ihrer Linken und Rechten waren Bäume, Felsen und Gestrüpp. Er konnte den Gedanken an Wegelagerer nicht abschütteln. „Das gefällt mir nicht. Lass uns lieber weiterfahren,“ raunte er Cyrus zu während er mit den Augen hektisch die Böschung absuchte. Sie waren hier leichte Beute, man brauchte nur ein paar Bogenschützen im Unterholz und der Überfall wäre eine Spazierfahrt. Iareth wurde eiskalt bei diesem Gedanken und gleichzeitig fragte er sich ob er langsam aber sicher in sein jugendliches Kriegstrauma zurückfiel. Er versuchte möglichst unauffällig aufzustehen, und drückte sich an Sagit vorbei. Sein Säbel lag im inneren des Wagens. Er griff ihn und schlängelte sich bis zur Rückwand hindurch, wobei er aufpassen musste nicht auf die gefesselten Beschwörer zu treten. Dann spähte er durch einen Spalt in der Wagenplane auf den Weg hinter ihnen und die Waldränder. Nichts. Aber die Waldränder waren so schattig, dass man sich wunderbar verbergen konnte. Er versuchte sich zu beruhigen und Cyrus und Sagits ziviles Urvertrauen zu teilen. Es klappte nicht.

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