Hausaufgaben 15

„Ich wußte es! Ich wußte es!“, Cyrus schlug sich in die flache Hand, „Das ist eindeutig Diebesgilde.“ Er zeigte auf das Tor, als sei es nicht klar, was er meinte. „Schon als ich von weitem die Spitze des Apex gesehen habe…“, fuhr er fort, „Das Rattengitter ist der letzte Beweis. Oder soll ich besser Indiz sagen? Egal… Ja und jetzt?“

„Mh,“ machte Iareth und sah entmutigt in den dunklen Schlund hinter den Gitterstäben. „Ich glaube ihn mit Gewalt zu befreien ist ziemlich aussichtslos. Ich bin nicht gerade in der Verfassung es erneut mit den Dieben aufzunehmen, obwohl es mir schon erstaunlich gut geht. Ausserdem sind wird den ganzen Tag marschiert. Aber, na ja, wer weiß was die vor haben, er ist ja jetzt schon seit zwei Tagen da drin. Ich weiß nicht ob wir es uns leisten können noch mehr Zeit zu verlieren.“

Cyrus trat ans Gitter und berührte die dicken Stäbe. „Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal hier unten an der Stadtmauer war“, er zeigte auf ein rechteckiges Blech an der Seite, „Hier ist das Schloss. Das kann man von Innen öffnen. Also von außen auch. Mit dem Schlüssel. Ist nur unbequem. Aber das ist nicht das Problem. Das Problem ist, wie du sagst, ob wir Zeit haben. Die haben Zanodar bestimmt nicht geholt, um ihn neu einzukleiden. Aber die Kanalisation ist weit verzweigt. Du hast es selber gesehen, als wir uns das erste Mal getroffen haben; und das war nur der Lagerbereich mit dem Klarwasser.“

„Ich denke, auch wenn es enttäuschend ist, sollten wir ersteinmal in die Stadt zurück. Ich könnte einen Heiler aufsuchen und wir schlafen eine Nacht. Morgen in aller frühe brechen wir auf und versuchen, na ja, was wir halt versuchen können. Meinst du die lassen mit sich reden?“

„Mit der Diebesgilde?“, fragte Cyrus und legte die Antwort gleich in seine Frage hinein, „Die Elinhirer Diebe sind so abgekapselt, wie ein Furunkel am Po. Äußerst unangenehm, aber man kann damit leben. Da geht man nicht hin, wenn man nicht von denen ist. Du verstehst was ich meine.“

Sie standen unentschlossen vor dem Eingang. Langsam wurde es unangenehm sich in den Ausdünstungen des Abflusses aufzuhalten. Schließlich drehten sie fast gleichzeitig um und folgten Halvars Spuren zum nördlichen Stadttor. Cyrus führte sie beide direkt zur Burg der Magier. Glücklicherweise war der Heiler Sasana noch in seinen Räumen. Nachdem er instruiert war, verabschiedete sich Cyrus und sagte Iareth, er solle später in sein Quartier kommen. Falls er nicht da sei, dann sollte er sich einfach bei Meister Schwafel melden, der würde ihn herein lassen.

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