Hausaufgaben 16

Sasana der Heiler, war ein beleibter Mann in pflaumenblauen Gewändern, dessen Augen verrieten, dass er des öfteren zuwenig schlief und zuviel las. Er erklärte Iareth, nachdem er dessen Wunden begutachtet hatte, dass es nicht nötig sei nach einem Alchemisten noch einen Heiler aufzusuchen, nicht bei diesen oberflächlichen Wunden. Iareth erzählte ihm die Geschichte seiner Verletzung und der Heiler hörte interessiert zu. „Oh, da habt ihr ja wirklich Glück gehabt,“ sagte er, während er seine Formeln über Iareths Verletzungen sprach. „Vermutlich hat er euch mit Bergblume und Blasenpilz behandelt. Es wird wohl eine leichte Vernarbung bleiben.“

Nach einer Stunde entließ Sasana Iareth und riet ihm noch viel Wasser zu trinken und diese Nacht genügend Schlaf zu nehmen. Iareth fühlte sich wieder völlig gesund. Nicht mal einen Verband musste er tragen und ausser eines leichten Zwickens in der Schulter war von seinen Wunden nur Narbengewebe zurück geblieben. Er machte sich auf den Weg zu den Wohnquartieren der Magier, während die Stadt langsam aber sicher von der Dunkelheit verschluckt wurde. Jetzt, wo seine Verletzungen ihn nicht mehr quälten trat wieder Zanodar vor sein inneres Auge. Er wusste nicht genau warum, aber er hatte das Gefühl dem Khajit helfen zu müssen. Immerhin hatte auch er ihm sehr geholfen, als Volmyn ihm seine Maske vorenthalten hatte.

In den Wohnräumen der Magier traf er auf Cyrus, der, tief in Gedanken versunken auf seinem Sofa saß und Tee trank. Während Iareth seine zerrissene und blutgetränkte Kleidung wechselte, sprachen sie darüber was nun zu tun sei. „… könnten einfach einen neuen Dieb für unsere Sache einstellen, aber irgendwie hab ich ein schlechtes Gefühl dabei,“ sagte Cyrus gerade. Iareth nickte, „denke ich auch, wir müssen zumindest etwas versuchen, immerhin haben wir auch Scourg zusammen gemeistert. Allerdings ist es ziemlich aussichtslos zu zweit in die Diebesgilde zu marschieren.“ Sie überlegte lange hin und her, während sie drei Kannen Tee tranken und sich ausgiebig stärkten. Schließlich entschieden sie zu Halvar zu gehen, der sie ja eingeladen hatte ihn zu besuchen und der noch dazu in die Sache verwickelt worden war. Ausserdem hatte Cyrus vor auch Martha um Hilfe zu fragen, was Iareth angesichts der ernsten Situation nicht mit Spott bedachte. „Gut,“ sagte er stattdessen und stand auf, „dann lass uns gleich aufbrechen.“

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