Hausaufgaben 18

Halvar erhob sich sofort als er Cyrus und Iareth erkannte und begrüßte sie, zu ihrer eigenen Überraschung, wie alte Freunde. Er war sofort bereit seine Tischrunde zu verlassen und das obwohl es einigen dieser Runde ganz offensichtlich gegen den Strich ging; aber niemand wollte sich mit dem riesenhaften Halvar anlegen. Iareth und Cyrus erzählten Halvar von ihrer Situation, von Zanodar, der Diebesgilde und dass sie gehofft hatten er, Halvar, könnte ihnen, vielleicht ein weiteres mal helfen. Nach dem sie geendet hatten versank Halvar für eine Minute in Nachdenken. „Freunde, Freunde,“ sagte er schließlich, „vielleicht kann ich da wirklich was für euch tun. Mir gefällt zwar nicht, dass ihr meint ich wüsste was über die Diebesgilde, aber, na ja, ihr seid mir trotzdem sympathisch und die Kräuterleute, die von diesen Mistkerlen erledigt wurden mochte ich auch. Passt mal auf,“ er senkte die Stimme und neigte sich zu ihnen über den Tisch. „Ich geh jetzt aus dem Laden. In einer Stunde, mh, besser n bisschen länger noch, da trefft ihr mich, ehhh, an der großen Statue von, wie heißt der Kerl noch gleich, na ihr wisst schon, der mit dem Gürtel und dem breiten Grinsen…“ „Caspar?“ sprang Cyrus ein. „Ah, genau, der und dann sag ich euch was ich tun kann, alles klar?“ Sie hatten kaum Zeit zu zustimmen, da erhob er sich schon und sagte laut. „Nee, Leute, da könnt ihr euch nen anderen Waldführer suchen.“ Er lachte laut, klopfte auf den Tisch und verließ die Taverne.

Zwei Stunden später standen Iareth und Cyrus an der Statue vom frechen Caspar und froren. Halvar hatte sich verspätet und die beiden sorgten sich schon, ob er überhaupt noch kommen würde. Gerade als Iareth fragen wollte, ob Cyrus glaubte, dass Halvar sich einen Spaß mit ihnen erlaubt hatte, tauchte ein riesenhafter Schatten auf. „Sehr gut,“ brummte Halvar, „dachte schon ihr seid vielleicht schon weg.“ Und?“ fragte Iareth neugierig. „Ja, also, ich hab nen kleinen Gefallen eingefordert,“ sagte Halvar und schaute die Nebengasse hinunter. „Habe einem aus der Gilde mal aus der Patsche geholfen.“ „Scheint ja dein Ding zu sein,“ warf Iareth dazwischen. „Pah,“ machte Halvar, grinste aber, „offenbar is bei denen grade ziemlich was los. Haben untereinander ärger, der hat aber nich genau gesagt weshalb. Aufjedenfall is das Nest grade voll und ihr müsst aufpassen. Aber, is eh verrückt was ihr vor habt. Egal, die Gilde hält ihre Gefangenen normalerweise ein wenig abseits vom Rest ihrer Räume fest, is ziemlich tief unten. Hier,“ er drückte Cyrus einen Zettel in die Hand. „Hab ihn gezwungen es aufzuschreiben.“ Iareth und Cyrus blickten beide auf den Zettel, im schummrigen Haldunkel war eine feine, ordentliche Handschrift zu erkennen.

„So Leute, ich hab einen gut bei euch, bei dir,“ er deutete auf Iareth, „schon zwei. Wenn ihr da heil rauskommt dann kommt ihr schön in den Windhund getapert und erzählt mir mal ausführlich was ihr so treibt. Aber im Ernst, passt auf das die euch nich erwischen, grade sind die so aus dem Häusschen, könnt sein das die nicht lange fackeln.“ Halvar blickte sehr ernst. Cyrus und Iareth versuchten sich zu bedanken, doch wie schon zuvor winkte Halvar ab. „Lasst ma, von dem gequatsche hab ich nix, meldet euch bloß bei mir, wenn ihr da raus seid.“ Er klopfte nochmal auf ihre Schultern, dann machte er sich in Richtung Windhund davon.

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