Hausaufgaben 22

Iareth drehte sich noch einmal zu Cyrus um und sagte in einem eindringlichen Flüsterton: „Jetzt kommt das mit der Schnelligkeit ins Spiel.“ Während er Sprach löste er seine Maske vom Gürtel und band sie sich um. „Wir gehen rein, finden Zanodar und dürfen nicht zögern. Möglich das wir entdeckt werden, wir versuchen aber vorallem Zanodar da raus zu bekommen. Wenn wir Erfolg haben sind wir wieder in den Gängen, bevor sie reagieren.“ Er hatte die Maske jetzt aufgesetzt und Cyrus sah nur noch Iareths rote Augen, die aus dem Gesicht des zornigen Deadragottes blickten. „Wenn uns jemand in die Quere kommt wird er ausgeschaltet. Wenn einer von uns verletzt oder getötet wird, nicht mehr Laufen kann, wird er zurück gelassen. Wenn jemand in einen Kampf verwickelt wird, sich nicht lösen kann, fliehen die anderen an die Oberfläche. Nicht zögern.“

Cyrus, verdutzt über diese Worte, blieb stumm. Iareth hob die Hand und überprüfte noch einmal die Halle, dann gab er ein Zeichen und lief in erstaunlich leisem Laufschritt los. Cyrus folgte sofort. Die Lautstärke des fließenden Wassers kam ihnen sehr zupass; ihre Schritte und deren Echo waren kaum zu hören. Sie umrundeten das große Wasserbecken in der Mitte, ohne das sie jemanden sahen oder jemand nach ihnen rief. Sie erklommen die Ballustrade und hielten auf die Öffnung eines breiten Gangs zu. Ein verblasster Schriftzug zeigte die Buchstaben „O.Z.“

Der Gang war nicht leer, ein mittelgroßer Mann in schmuddeliger Lederrüstung lief ihnen direkt entgegen. Offenbar hatte er doch ihre Schritte gehört und wollte sehen, was in der Halle vor sich ging. Als Iareth den Gang betrat war er noch ungefähr drei Meter von ihm entfernt. Der Dieb riss die Augen auf, als ihm die furchtbare Fratze entgegen kam, doch Iareth hielt nicht an. Der Mann riß den Mund auf und bevor er schreien konnte traf ihn Iareths schwerer Knüppel am Kopf. Der Dieb gab ein Ächtzen von sich und taumelte. Iareth griff ihn bei der Kehle und drückte ihm die Luft ab. Sein Gegner röchelte und tastete nach dem Messer an seinem Gürtel. Iareth holte erneut aus und schlug zu. Es gab ein häßliches Geräusch und mit einem letzten Seufzer ging der Dieb zu Boden. Cyrus blieb stehen, keuchend sah er auf den Dieb hinab. „Weiter, weiter,“ sagte Iareth mit merkwürdig rauer Stimme. Auf der Hälfte des Ganges wartete eine schwere, eiserne Tür auf sie.

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